trab-trab-trab
VORWORT
Seit 3 Wochen sind wir ein Paar. Einstein Albert und ich. Keiner von uns beiden war auf den anderen vorbereitet. Geschweige denn eingestellt.
Einstein lebte unter dem kryptischen Namen "Chan-yu" ein fröhliches Welpenleben in einem Dessauer Rudel mit 6 Geschwistern, 8 Halbgeschwistern, einer Mama, einer Parallelmama, einer Oma und einer Ziehmama auf 2 Beinen und deren ganzen Anhängseln mit Mann und Maus, Kindern, Kindeskind und Kegeln. Rambozambo unter einem Dach.
Ich lebte seit Mai mein Einzelleben. Mein alter, guter Freund Bingo war im Hundehimmel. Den letzten Liebesdienst, den ich ihm erweisen konnte, war der, ihm weiteres Leiden zu ersparen. Er hat sein letztes Plätzchen spirituell tief in meinem Herzen und physisch ganz in meiner Nähe gefunden. Ich habe ihn ständig im Blick und die Blumen blühen um ihn herum. Und obwohl er von jeher kein Lauter war, wurde es seitdem in meinem Alltag um mich herum arg, arg still. Zu still. Nichts bewegte sich, das ich nicht selbst bewegte. Das fand ich traurig.
Und so kam ich wieder auf den Hund. Genauer gesagt auf Einstein Albert. Geboren am 1. April 2005 in Dessauer Mariengrund bei Sabine Tönnies.
Tags zuvor habe ich noch überlegt, ob ich die neugewonnene Freiheit und Flexibilität wirklich aufgeben soll. Hab' gezaudert und gehadert. Aber da hatte ich den kleinen Einstein bereits erspäht. Im Internet. Auf einem Welpenbild, das schon signalisierte, dass es der kleine Kerl faustdick hinter den Ohren hat. Irgendwas in mir hat da schon "ja" gesagt. Die Herausforderung hat mich von jeher angezogen.
Aber dann stehen da so zwei unterschiedliche Wesen mit völlig unterschiedlichen Erfahrungswelten. Ein kleines Junges auf 4 Beinen mit Flausen im Kopf und Neugierde auf alles und jedes. Und eine alte Zweibeinerin mit Wunsch und Sehnsucht nach Gemeinsamkeit. Hm. Gemeinsamkeit lässt sich nicht erkaufen. Nur erarbeiten. Also: Nix wie ran an den Hund!
Ein Rüde sollte es sein, die Jungs kenne ich schon. Er sollte nicht weiß sein wie Bingo, ich mochte kein Abbild von meiner unsterblichen Liebe zu diesem kleinen Freund und Begleiter über 13 Lebensjahre. Er musste anders, unvergleichbar sein. Ich wollte auf was Neues zusteuern. So führte der Weg nach Dessau zu Einstein.
Seitdem ist mein Leben upside down. Der kleine Matz krempelt alles um. Die 3 Wochen, die wir gemeinsam leben, haben keinen Stein auf dem anderen gelassen. So ein kleiner Welpe wie dieses Energiebündel hat einerseits meine Nervenkapazität extrem strapaziert, mich andererseits aber einfach wieder auf Trab gebracht. Der bringt Dinge in den Alltag, die das gesamte Gefühlsspektrum wieder reaktivieren. Manchmal könnte ich heulen und im nächsten Moment biege ich mich vor Lachen. Er nervt und freut. Im Endeffekt denke ich, er freut mehr als er nervt. Er lernt und begreift diese Welt mit ihren Ge- und Verboten. Er fordert sich ein, probiert sich aus, aber schafft es auch, gesteckte Grenzen zu akzeptieren, ohne dass er sich mir komplett unterwerfen muss.
Diese 3 Wochen miteinander waren ein Erlebnis. Manchmal hatte ich in der Auseinandersetzung mit Einstein das Gefühl, es könne sich daraus nur eine Hassliebe entwickeln. Das denke ich heute nicht mehr. Alles wird gut. Nur aus der Auseinandersetzung kann es gut werden. Wir wachsen zusammen.
Ich finde es schade, dass ich dieses Blog nicht von Anfang an geführt habe. Aber in diesen 3 Wochen gab es kein Fünkchen Luft für sowas. Nun will ich aufschreiben, was man mit so einem Hundebaby so alles erleben kann und muss. Mit allen Pro's und Con's. Und reflektieren, was so ein Wusel alles mit bringt in den Alltag. An Spaß, an Nerv, an Überraschung und sonstigen Unwägsamkeiten.
Die Entscheidung für oder gegen einen Hund will guuuuuuut überlegt sein. Sie ist fast nicht revidierbar. So ein Lebewesen kann man nicht umtauschen wie ein Hemd, obwohl es das deutsche Recht nach wie vor als "Sache" behandelt. Isses aber nicht. Es ist ein kleiner Charakter mit viel Gefühl und Verstand, das am Anfang weit entfernt von einem ist und im Gegensatz zu Kindern immer näher an einen heranwächst, je älter es wird.
Es kann noch heiter werden ;o)
Und nun soll Einstein sprechen.
Seit 3 Wochen sind wir ein Paar. Einstein Albert und ich. Keiner von uns beiden war auf den anderen vorbereitet. Geschweige denn eingestellt.
Einstein lebte unter dem kryptischen Namen "Chan-yu" ein fröhliches Welpenleben in einem Dessauer Rudel mit 6 Geschwistern, 8 Halbgeschwistern, einer Mama, einer Parallelmama, einer Oma und einer Ziehmama auf 2 Beinen und deren ganzen Anhängseln mit Mann und Maus, Kindern, Kindeskind und Kegeln. Rambozambo unter einem Dach.
Ich lebte seit Mai mein Einzelleben. Mein alter, guter Freund Bingo war im Hundehimmel. Den letzten Liebesdienst, den ich ihm erweisen konnte, war der, ihm weiteres Leiden zu ersparen. Er hat sein letztes Plätzchen spirituell tief in meinem Herzen und physisch ganz in meiner Nähe gefunden. Ich habe ihn ständig im Blick und die Blumen blühen um ihn herum. Und obwohl er von jeher kein Lauter war, wurde es seitdem in meinem Alltag um mich herum arg, arg still. Zu still. Nichts bewegte sich, das ich nicht selbst bewegte. Das fand ich traurig.
Und so kam ich wieder auf den Hund. Genauer gesagt auf Einstein Albert. Geboren am 1. April 2005 in Dessauer Mariengrund bei Sabine Tönnies.
Tags zuvor habe ich noch überlegt, ob ich die neugewonnene Freiheit und Flexibilität wirklich aufgeben soll. Hab' gezaudert und gehadert. Aber da hatte ich den kleinen Einstein bereits erspäht. Im Internet. Auf einem Welpenbild, das schon signalisierte, dass es der kleine Kerl faustdick hinter den Ohren hat. Irgendwas in mir hat da schon "ja" gesagt. Die Herausforderung hat mich von jeher angezogen.
Aber dann stehen da so zwei unterschiedliche Wesen mit völlig unterschiedlichen Erfahrungswelten. Ein kleines Junges auf 4 Beinen mit Flausen im Kopf und Neugierde auf alles und jedes. Und eine alte Zweibeinerin mit Wunsch und Sehnsucht nach Gemeinsamkeit. Hm. Gemeinsamkeit lässt sich nicht erkaufen. Nur erarbeiten. Also: Nix wie ran an den Hund!
Ein Rüde sollte es sein, die Jungs kenne ich schon. Er sollte nicht weiß sein wie Bingo, ich mochte kein Abbild von meiner unsterblichen Liebe zu diesem kleinen Freund und Begleiter über 13 Lebensjahre. Er musste anders, unvergleichbar sein. Ich wollte auf was Neues zusteuern. So führte der Weg nach Dessau zu Einstein.
Seitdem ist mein Leben upside down. Der kleine Matz krempelt alles um. Die 3 Wochen, die wir gemeinsam leben, haben keinen Stein auf dem anderen gelassen. So ein kleiner Welpe wie dieses Energiebündel hat einerseits meine Nervenkapazität extrem strapaziert, mich andererseits aber einfach wieder auf Trab gebracht. Der bringt Dinge in den Alltag, die das gesamte Gefühlsspektrum wieder reaktivieren. Manchmal könnte ich heulen und im nächsten Moment biege ich mich vor Lachen. Er nervt und freut. Im Endeffekt denke ich, er freut mehr als er nervt. Er lernt und begreift diese Welt mit ihren Ge- und Verboten. Er fordert sich ein, probiert sich aus, aber schafft es auch, gesteckte Grenzen zu akzeptieren, ohne dass er sich mir komplett unterwerfen muss.
Diese 3 Wochen miteinander waren ein Erlebnis. Manchmal hatte ich in der Auseinandersetzung mit Einstein das Gefühl, es könne sich daraus nur eine Hassliebe entwickeln. Das denke ich heute nicht mehr. Alles wird gut. Nur aus der Auseinandersetzung kann es gut werden. Wir wachsen zusammen.
Ich finde es schade, dass ich dieses Blog nicht von Anfang an geführt habe. Aber in diesen 3 Wochen gab es kein Fünkchen Luft für sowas. Nun will ich aufschreiben, was man mit so einem Hundebaby so alles erleben kann und muss. Mit allen Pro's und Con's. Und reflektieren, was so ein Wusel alles mit bringt in den Alltag. An Spaß, an Nerv, an Überraschung und sonstigen Unwägsamkeiten.
Die Entscheidung für oder gegen einen Hund will guuuuuuut überlegt sein. Sie ist fast nicht revidierbar. So ein Lebewesen kann man nicht umtauschen wie ein Hemd, obwohl es das deutsche Recht nach wie vor als "Sache" behandelt. Isses aber nicht. Es ist ein kleiner Charakter mit viel Gefühl und Verstand, das am Anfang weit entfernt von einem ist und im Gegensatz zu Kindern immer näher an einen heranwächst, je älter es wird.
Es kann noch heiter werden ;o)
Und nun soll Einstein sprechen.
cebulon - Aug 11, 23:52
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